Der vierte Streich der Seriensieger

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Die Senioren des TSV Schmiden verteidigen den deutschen Meistertitel, die Seniorinnen werden Vierte.

Die Ü35-Senioren des TSV Schmiden haben ihre Serie fortgesetzt. Die erfahrene Volleyball-Mannschaft gewann am Sonntag in Minden zum vierten Mal hintereinander den deutschen Meistertitel in ihrer Altersklasse. "Unglaublich, aber wahr", sagte der Trainer Karl-Heinz Striegel zu der erneuten Titelverteidigung. Die Ü37-Seniorinnen des Vereins erreichten den vierten Platz. "Es war mehr drin", sagte die Mittelblockerin Christiane Behrendt zu dem Abschneiden der Frauen.

Karl-Heinz Striegel hatte nicht so recht an einen neuerlichen Titelgewinn geglaubt. Denn in Michael Dornheim, Christian Kilgus (beide Familienurlaub) und Thilo von Hagen (beruflich verhindert) hatten alle seine drei Alternativen für die Position des Zuspielers nicht mitmischen können. Deshalb sprangen Christian Metzger und Marc Blaich als Passverteiler ein - mit Erfolg. Nach der erfolgreichen Vorrunde bezwangen die Schmidener in der Zwischenrunde die VSG Hannover (2:0) und im Halbfinale den Oststeinbeker SV (2:0), ehe sie im Finale nach einem Satzverlust den ASV Dachau mit 2:1 besiegten.

"Das war alles nicht zu erwarten ohne gelernten Zuspieler - das war richtig gut, das Finale war auf Zweitliga-Niveau", sagte Karl-Heinz Striegel zum ersten Platz. Der erneute Erfolg zeigt die Gesamtstärke des Schmidener Teams mit Männern wie dem früheren polnischen Nationalspieler Waldemar Kasprzak und anderen ehemaligen Bundesliga-Akteuren wie beispielsweise Stjepan Masic oder Jörg Ahmann. "Unser Vorteil ist, dass wir zwölf gute Leute haben und durchwechseln können, während andere Mannschaften immer mit den gleichen sechs, sieben Leuten spielen müssen", sagte Karl-Heinz Striegel.

Die Ü37-Seniorinnen des TSV Schmiden schafften mit Rang vier in Minden ihre beste Platzierung in der jüngsten Vergangenheit. Dennoch ärgerte sich die Mittelblockerin Christiane Behrendt hinterher. Denn im Spiel um Rang drei gegen Saar 05 Saarbrücken (1:2) lagen die Schmidenerinnen um die starke Andrea Ahmann im Tiebreak bereits mit 12:8 vorne, gaben diesen dann aber noch mit 13:15 ab. Die Medaille war zum Greifen nahe. "So eine Führung muss eigentlich reichen", sagte Christiane Behrendt.

Im Halbfinale gegen den späteren Meister TV Fischbek (0:2) hatten die Frauen aus Schmiden dagegen am Sonntag nach ihrem 2:1-Zwischenrundensieg gegen den TSV Hanau keine Chance gehabt. "Der vierte Platz ist klasse, aber trotzdem ist die Enttäuschung da, wenn man so nah am dritten Platz dran war", sagte Christiane Behrendt

von Gerhard Pfisterer, Fellbacher Zeitung